Bereits über 350 Unterschriften für Gemeindeschwestern

Schon über 350 Menschen unterstützen die Petition „Gemeindeschwestern – für eine zeitgemäße, interdisziplinäre Gesundheitsversorgung vor Ort!“. Um weiteren Menschen aus dem Landkreis Miltenberg die Gelegenheit zu geben, dieses wichtige Anliegen zu unterstützen, ist eine Unterzeichnung bis 12. April möglich. Angesichts der aktuellen Herausforderungen in der Pflege und medizinischen Versorgung fordert die Projektgruppe der KAB sozial & gerecht die Einführung von Gemeindegesundheitspfleger:innen (Community Health Nurses, CHN) im Landkreis Miltenberg, um eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle Bürger:innen sicherzustellen.
„Die dringende Notwendigkeit einer besseren Versorgung in unseren Gemeinden ist nicht mehr zu übersehen“, erklärt eine Sprecherin der KAB sozial & gerecht. „Die Einführung von Gemeindegesundheitspfleger:innen ist eine zukunftsweisende Lösung, um eine umfassende, interdisziplinäre Versorgung direkt vor Ort zu gewährleisten. Wir wollen, dass die Verantwortlichen im Landkreis Miltenberg nun aktiv werden und die Umsetzung auf den Weg bringen.“

Unterstützen Sie die Petition und setzen Sie ein Zeichen für die Gesundheitsversorgung im Landkreis Miltenberg!

Die KAB sozial & gerecht ruft alle Bürger:innen des Landkreises Miltenberg dazu auf, die Petition zu unterzeichnen und so ein starkes Signal für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung zu setzen. „Jede Unterschrift zählt“, betonen die Initiatoren. „Indem Sie diese Initiative unterstützen, tragen Sie dazu bei, dass wir die Gesundheitsversorgung im Landkreis Miltenberg auf ein zukunftssicheres Fundament stellen.“
Die Petition kann hier unterzeichnet werden: openpetition.de/!bjmgz

Ein entscheidender Schritt in die Zukunft der Gesundheitsversorgung

Die zunehmende Alterung der Bevölkerung und die ländliche Struktur im Landkreis Miltenberg erfordern dringend neue Modelle der Gesundheitsversorgung. In anderen Regionen Deutschlands sowie in verschiedenen nordeuropäischen Ländern haben sich die Gemeindegesundheitspfleger:innen bereits bewährt und spielen eine zentrale Rolle in der Primärversorgung. Sie bieten nicht nur grundlegende medizinische Versorgung, sondern koordinieren auch gesundheitsfördernde Projekte, stärken die Prävention und bieten Beratung für Familien und pflegende Angehörige.
„Es geht darum, Menschen in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung bestmöglich zu unterstützen“, so die Sprecherin weiter. „Mit der Einführung von Gemeindegesundheitspfleger:innen in unseren Gemeinden können wir die Belastung für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen verringern, während gleichzeitig pflegende Angehörige entlastet werden.“

Von den „Gemeindeschwestern“ zur modernen Gesundheitsversorgung

Die Idee, Menschen in ihren Dörfern und Städten mit einer vertrauensvollen Anlaufstelle für gesundheitliche Fragen zu versorgen, ist nicht neu. Früher waren es die Gemeindeschwestern – häufig Ordensschwestern –, die in den ländlichen Regionen eine unverzichtbare Rolle spielten. Heute ist der Beruf des Gemeindegesundheitspfleger:in eine moderne Weiterentwicklung dieses Modells. Als gut ausgebildete Fachkräfte übernehmen CHN vielfältige Aufgaben in der Pflege, Gesundheitsvorsorge und -beratung und sorgen somit für eine nachhaltige, bedarfsgerechte Versorgung in der Region.
„Die Einführung von Gemeindegesundheitspfleger:innen ist ein wesentlicher Schritt in Richtung einer gerechten und bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung, die der demografischen Entwicklung und den Gegebenheiten vor Ort gerecht wird“, so die Projektgruppe der KAB sozial & gerecht.